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  Geodatenmanager - Zielgruppe  
 
 
 

Ausgezeichnete Fortbildung für Ihre Zukunft.

 

 

 

 


 

Ein neues Berufsbild

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... Aber wer kennt sich mit den Daten wirklich aus? Fragt man die Softwarehersteller für Geografische Systeme, dann erfährt man von jedem, dass sein System alle Daten lesen und schreiben kann und das Geodatenmanagement automatisch übernimmt. Man muss sich um dieses Basiswissen nicht kümmern. So weit die Theorie. In der Praxis sieht es leider anders aus. Das Einbinden von Grafik- und Sachdaten in unterschiedliche Systeme funktioniert eben nicht so reibungslos, wie es versprochen wird. Vielfach ist eine genaue Kenntnis der Daten erforderlich, um sie zu prüfen und einigermaßen verlustfrei in das eigene System integrieren zu können.

Viele Nutzer geografischer Systeme verlassen sich daher auf ihre Dienstleister. Die Bebauungspläne, Kanäle, Grünflächen, etc. werden häufig von externen Ingenieurbüros erfasst und gepflegt und dem Auftraggeber als fertiges Produkt zur Verfügung gestellt. Prinzipiell ist diese Vorgehensweise auch sinnvoll und wirtschaftlich – vorausgesetzt, der Dienstleister liefert qualifizierte Daten in Standardformaten. Und genau hier liegt das Problem. Ohne eigene Kenntnisse im Bereich der Geodaten kann der Auftraggeber die Qualität der Dienstleistung überhaupt nicht einschätzen. Hier werden schnell erhebliche Folgekosten generiert, deren Ursachen nur schwer zu ermitteln sind. Die eigenen Fachdaten – das Kapital Ihrer Organistion – sind nicht verlässlich.


Wohin führt das, wenn immer mehr Daten in kürzerer Zeit verarbeitet werden müssen?

Der Bürgermeister braucht ganz schnell eine thematische Auswertung über alle städtischen Grundstücke, für die im letzten Jahr ein Bauantrag gestellt wurde. Der Chef der Einzelhandelskette will die regionalen Kaufkraftdaten des Statistischen Bundesamtes mit den Standorten der Märkte und einer Deutschlandkarte verschneiden. Die Bank möchte Ihr Angebot an Liegenschaften im Internet mit Karten und räumlichen Abfragen erweitern.

Die Verfügbarkeit von Grafik- und Sachdaten aus allen Bereichen erhöht die Möglichkeiten, diese räumlich zu analysieren und thematische Karten und Statistiken abzuleiten. Sie erhöht aber auch die Bedürfnisse. Und im Computerzeitalter ist es manchem Chef nur schwer zu vermitteln, dass die Daten zwar vorhanden sind, eine Auswertung aber nicht möglich ist, weil man keine Information über Quantität, Qualität und Aufbau der Daten hat und weil man nicht weiß, wie die Analyse überhaupt funktioniert.

Viele Geschäftsprozesse haben sich in den letzen Jahren durch die EDV verändert. Der Umgang mit der dadurch entstandenen Datenflut wurde aber nicht in gleichem Maß angepasst.
Behörden und Unternehmen fordern immer öfter von ihren Dienstleistern den Nachweis eines Qualitätsmanagements. Doch was nützen die besten Voraussetzungen, wenn sie nicht übernommen werden können.

Geodatenmanagement gehört heute zu den zentralen Aufgaben jeder Kommune und vieler Unternehmen. Und dies ist kein Job, den man nebenbei erledigen kann. Qualifizierte Daten sind ein unerlässliches Mittel zur Optimierung der täglichen Aufgaben. Optimierung bedeutet aber auch Kostenreduzierung. Im Umkehrschluss heißt dies, wer seine Daten nicht in Schuss hält, bezahlt dies durch Nacharbeiten oder manuelle Arbeiten in der Regel sehr teuer.


So entsteht das Berufsbild des Geodatenmanagers.

Dessen Aufgaben kann man in sechs Bereiche einteilen:

  • Datensammlung: Beschaffen von Geodaten, Informationen zu Fachdaten, Software.
  • Koordination: Vermittlung u. Steuerung für die Zusammenarbeit von Fachbereichen.
  • Verteilung: GIS-Daten für alle Anwender nutzbar machen.
  • Kontrolle: Qualitätsüberwachung der Daten und Prozesse.
  • Analyse: Informationen auswerten und Synergien erzeugen.
  • Dokumentation: Was wurde wann von wem und wie gemacht.


Der Mehrwert eines qualifizierten Geodatenmanagements liegt auf der Hand:

  • Endlich hat jemand den Überblick, was es alles gibt, und wo man es findet.
  • Externe und interne Datenlieferanten können koordiniert, Reibungsverluste minimiert und zugelieferte Daten beurteilt werden.
  • Entscheider werden unterstützt durch verlässliche Daten, thematische Karten und fachübergreifende Analysen.
  • Kostenreduzierung durch Vermeidung von doppelter Arbeit und Folgefehlern, sowie den Einsatz der richtigen Werkzeuge.
  • Zeitersparnis, weil alle Daten sofort und überall abrufbar sind.


In der Praxis werden diese Aufgaben häufig vom vorhandenen Personal so nebenbei miterledigt. Vielfach auch nur von einer einzigen Person, die durch Fingerzeig des Vorgesetzten zum Datenbeauftragten auserkoren wurde. Da die eigentliche Arbeit aber nicht weniger wird, immer mehr Daten anfallen und zusätzliche Aufgaben entstehen, bleibt das Geodatenmanagement vielfach auf der Strecke. Hinzu kommt, dass neue Kenntnisse erforderlich sind, die bislang nicht zum Aufgabenbereich des Auserkorenen gehörten. Oder anders ausgedrückt: Die Datenbeauftragten sind häufig schlichtweg überfordert.

Dies soll keineswegs eine Abqualifizierung der Datenbeauftragten sein. Nur muss für jede neue Aufgabe auch die Möglichkeit der Fortbildung gegeben sein. Insbesondere für komplexe Aufgaben wie die Organisation und Verwaltung von wichtigen Daten. Neue Aufgaben zuzuweisen ist einfach. Die Möglichkeit zu schaffen, dass diese Aufgaben auch erfüllt werden können, bedarf mehr als einer Verordnung von oben.

Mit dem Management der Geodaten sind manche Kommunen und Unternehmen nicht zuletzt deswegen überfordert, weil die Notwendigkeit politisch nicht erkannt wird.

Sucht man im Internet nach „Geodatenmanager“, findet man nicht viel. Die Angebote sind in der Regel an bestimmte Softwarekomponenten einzelner Hersteller gebunden. Ein globales Fortbildungsangebot, dass sich nicht mit Software beschäftigt, sondern die Fachdaten softwareunabhängig und herstellerneutral in den Vordergrund stellt, ist rar.

Diese Lücke schließen wir mit unserer Fortbildung zum Geodatenmanager als mehrstufige Seminarreihe. Zielgruppe sind alle, die mit der Verwaltung und Analyse von Fachdaten mit geografischem Bezug beauftragt sind. Die Fortbildung setzt sich aus einem Geoprocessing-, einem Professional SQL-, einem Mapping & Services-, einem Spatial SQL sowie einem Rechtsgrundlagen-Seminar zusammen. Es werden alle nötigen Grundkenntnisse zur Beurteilung und Qualifizierung von gängigen Datenbank-, GIS- und CAD-Daten vermittelt und gezeigt, wie man Sachdaten mit der strukturierten Datenbank-Abfragesprache (SQL) bearbeiten und auswerten kann. Außerdem werden Modelle zur Datenorganisation und Qualitätssicherung vorgestellt. Ein anderer wichtiger Seminar-Bestandteil sind technologische Ausblicke, damit man sich ein eigenes Bild davon machen kann, wo die Entwicklung hingeht und nicht nur aufgrund von Messeversprechungen oder Hörensagen Entscheidungen treffen muss.

Abschließend bleibt festzustellen, dass der Bedarf an qualifizierten Geodatenmanagern sehr groß ist. Immer mehr Behörden und Unternehmen suchen gezielt nach Personal, das Erfahrung mit Geodaten nachweisen kann. Damit liegt der Nutzen nicht allein auf der Arbeitgeberseite.

Wer sich mit Geodaten und GIS auskennt, ist in vielen Bereichen gefragt.


Michael Jäger
Geschäftsführer, AGIS GmbH
 

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